Bleibt bei Paaren der Kinderwunsch unerfüllt, können sie sich ausführlich beraten lassen. Statistisch gesehen kann es sowohl an der Frau als auch am Mann liegen. In manchen Fällen sogar an beiden. Grundsätzlich wird in vielen Fällen von einer verminderten Spermienqualität gesprochen, bei der eine natürliche Befruchtung aussichtslos scheint. Entsprechende Präparate sollen dieses ändern können. Allerdings gibt es zahlreiche Ursachen, die sich auf die Qualität der Spermien niederschlagen können. Nicht nur Männer sind von Unfruchtbarkeit betroffen, auch Frauen neigen zunehmend dazu. Häufig spielt dabei eine entscheidende Rolle, dass sich die meisten Frauen erst eine berufliche Basis schaffen und dementsprechend wesentlich später Mutter werden, als es noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war.
Die Ursachen für Unfruchtbarkeit lassen sich in medizinischer Hinsicht unter anderem auf erbliche bedingte Krankheiten zurückführen. Hormonelle Störungen können ebenso zugrunde liegen, wie auch eine bestimmte Erkrankung im Kindesalter ursächlich sein kann. Des Weiteren können äußere Faktoren wie die Essgewohnheiten und der Lebenswandel an sich dazu beitragen. Erhöhter Konsum von Alkohol oder auch eine Nikotinabhängigkeit, im schlimmsten Fall auch die Einnahme von Drogen über einen gewissen Zeitraum in der Vergangenheit, beeinflussen die Qualität der Spermien oder die Fruchtbarkeit einer Frau auch noch Jahre später. Stress, der inzwischen in allen beruflichen Bereichen vorherrscht, vermindert die Empfängnisbereitschaft auch bei Frauen. Nicht auszuschließen sind Einflüsse, die durch die Umwelt gegeben sind. Sie können zu veränderten Bedingungen bei der Nahrungsaufnahme führen oder auch eine hormonelle Belastung mit sich bringen.
Durch besonders darauf abzielende Präparate (Hormonbehandlungen) kann vielen Paaren bereits geholfen werden. Allerdings gibt es für alle anderen noch mithilfe einer künstlichen Befruchtung die Möglichkeit, ein Kind zu bekommen. Entscheidend ist hierbei, dass die gesetzlichen Krankenkassen nur für eine begrenzte Anzahl an Versuchen die Kosten zur Hälfte übernehmen. Auch müssen genau festgelegte Regeln bezüglich des Alters beider Partner eingehalten werden und nachgewiesen werden können, dass vorherige Hormonbehandlungen nicht zum Erfolg geführt haben.
Gepostet am 23. 2010