Schon immer hat Gold, dieses gelb glänzende Edelmetall, die Menschen fasziniert. Als Rohstoff für Schmuck ist es seit vielen Jahrhunderten begehrt und lange Zeit diente es als Grundlage der modernen Finanzwirtschaft. Heute ist die verfügbare Geldmenge zwar nicht mehr von den Goldvorräten eines Landes abhängig, dennoch stellt das Gold auch heute noch eine verlässliche Wertanlage dar.
Denn anders als Geld kann Gold nicht beliebig vermehrt werden. Während Banknoten praktisch in beliebiger Menge gedruckt werden könnten, wird jedes Jahr wird nur eine vergleichsweise kleine Menge Gold gefördert. Es kann bis heute nicht synthetisiert werden, auch wenn die mittelalterlichen Alchemisten sich daran versuchten. Immerhin entdeckten sie dabei die Rezeptur für Porzellan, das auch das weiße Gold genannt wurde. Die gesamte Goldmenge, die in der Geschichte der Menschheit bis heute gefördert wurde, würde zusammengeschmolzen einen Würfel ergeben, der eine Kantenlänge von etwas mehr als zwanzig Metern hätte.
Diese geringe Verfügbarkeit ist einer der Gründe dafür, dass Gold seit jeher von den Menschen als Wertanlage geschätzt wird. Infrage kommen dafür verschiedene Formen: als Goldschmuck, als Goldbarren oder auch in Form von Goldmünzen. Der Wert von Goldmünzen und allen anderen Formen hängt maßgeblich vom aktuellen Goldpreis ab. Für professionelle Goldankäufer ist es nämlich relativ unerheblich, in welcher Form das Edelmetall vorliegt. Der Wert von Goldmünzen ist aber auch noch von einer zweiten Komponente abhängig: dem Sammlerwert. Es gibt zahlreiche Münzensammler, die ihre Sammlung zwar auch als Wertanlage betrachten, für die aber nicht nur der reine Materialwert zählt. Für sie ist auch wichtig, um welche Münze es sich handelt, wann sie geprägt wurde und wie gut sie erhalten ist. Wenn es sich um besonders begehrte und selten verfügbare Münzen handelt, dann kann der Wert von Goldmünzen durchaus deutlich höher liegen, als es der Goldpreis alleine vermuten ließe. In spezialisierten Auktionshäusern werden diese wertvollen Münzen zu hohen Preisen gehandelt, ähnlich wie wertvolle Briefmarken.
Gepostet am 25. 2010